St. Peter und Paul

Krankensalbung (Fortsetzung)

Das gemeinsame Gebet am Krankenbett soll den Kranken »aufrichten«, ihn heilen und stärken.
Viele erleben die mit der Krankensalbung verbundenen, sinnlich erfahrbaren Riten (Sündenvergebung, Lossprechung, Segen, das Salben von Stirn und Händen, das gemeinsame Gebet) als »spürbare Hilfe« gerade dann, wenn durch die Schwere der Krankheit die intellektuelle Aufnahmefähigkeit oder auch das Wachbewusstsein stark eingeschränkt sind. (Die Krankenpflege praktiziert Vergleichbares mit der »basalen Stimulation«.)
»Ich gönne die Geschichte meiner Erfahrungen keinem Menschen, aber ich möchte sie auch nicht missen« sagen manchmal die Patienten den Seelsorgern. Die eigene Schwäche wahrzunehmen und auszuhalten ist schwer genug. Aber es lässt manchmal Dinge wachsen und deutlich werden, die ein großer Gewinn sind. So wird der schwache und kranke Mensch zugleich zu einem sehr wertvollen Menschen. Er hat einen Wert behalten und manchmal erst bekommen. Er ist voll davon und daher auch bestätigt. Damit lässt sich auch der eine oder andere Weg in die Zukunft leichter gehen. Es kommt durchaus vor, dass Kranke nach der Krankensalbung »ihr Bett nehmen und gehen« (vgl. Markus 2,9-12). Die Erfahrung lehrt auch, dass Kranke, die das Sakrament bewusst mitfeiern konnten, oft sehr erleichtert sind und Krankheit und möglicherweise Sterben bewusst aus Gottes Hand annehmen können.

Sie möchten die Krankensalbung empfangen?

Wenn Sie für sich oder eine/n Angehörige/n die Krankensalbung wünschen, kommen wir gern zu Ihnen nach Hause oder ins Spital bzw. Heim. Rufen Sie uns an (044 241 22 20).

Ausserdem wird in unserer Pfarrei am Krankensonntag (anfangs März) die Krankensalbung in einem gemeinschaftlichen Gottesdienst für kranke und auch ältere Menschen gespendet.